| Tabellenführung – Zweite schlägt Ajax 28:27 |
| Geschrieben von: Der Schreiberling |
| Montag, den 01. März 2010 um 13:35 Uhr |
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Am Samstagabend traf die zweite Vertretung der Tempelhofer Herrenabteilung auf den KSV Ajax-Neptun und zitterte sich in FC Bayern Manier zum doppelten Punktgewinn.
Das Spiel begann zunächst vielversprechend für uns. Der gute Deckungsverbund und das schnelle Umschalten resultierten darin, dass sich der Coach der Gäste bereits nach 6 Minuten und beim Stand von 4:1 zur Auszeit genötigt fühlte. Fortan ging ein unerklärlicher Bruch durch unser Spiel, sodass Ajax sich Tor um Tor bis zum Halbzeitstand von 13:12 heran kämpfte. In der zweiten Halbzeit präsentierte sich das Spiel ganz ähnlich. Ajax blieb stets auf Tuchfühlung und konnte beim Stand von 20:21 erstmals in Führung gehen. Zu diesem Zeitpunkt agierten wir zum Teil nur noch mit drei Feldspielern, was exemplarisch für das Zeitstrafenverhältnis in Halbzeit zwei steht (7:1 aus Tempelhofer Sicht). Rechtzeitig zur Schlussphase erkämpften wir den Vorteil wieder für uns und legten ab dem Stand von 25:24 immer ein Törchen vor, bis Ajax 41 Sekunden vor Abpfiff und mit einem Tor in Rückstand zur Auszeit griff, um sich auf den letzten Angriff einzustellen. Kurz darauf wurden wir unglücklicherweise nochmal mit einer Zeitstrafe versehen, wodurch wir die letzten Sekunden des Spiels in Unterzahl verbrachten. Das wusste Ajax jedoch nicht zu nutzen und setzte seinen letzten Versuch neben den Pfosten. Das war so ein Spiel, das wir in den vergangenen beiden Spielzeiten, als wir noch gegen Abstiege kämpften, immer verloren. Offensichtlich gewinnt man sowas wohl, wenn man oben steht. Gezeigt hat es in jedem Fall, dass auch gegen Teams, die nicht unmittelbar am Aufstiegsrennen beteiligt sind, hundert Prozent Einstellung gefordert sind. Besonders in den Auswärtsspielen bei den aktuell starken ACBlern und den unberechenbaren Stählernen aus Hohenschönhausen wird genau das über Sieg und Niederlage entscheiden. Adi Haase ließ über weite Teile des Spiels das Fehlen von Chefstrategen Arne Voß vergessen und machte eine rundum gute Partie auf der Rückraummitte, während die Genossen Müller und Krause die dringend nötigen einfachen Tore erzielten. Außerdem erwischte Linksaußen Kasten wieder einen guten Tag und half mit einigen Toren die Punkte zu gewinnen. Hinten jedoch erwischten wir einen kollektiv schwarzen Tag. Dem Mittelblock war anzumerken, dass er in der Formation einige Wochen nicht mehr beisammen stand. Derart viele einfache Gegentore aus dem Rückraum mussten wir seit dem hanebüchenen Spiel gegen Turnsport nicht mehr hinnehmen. Zudem schwächten wir uns wieder und wieder durch teils völlig unsinnige Zeitstrafen. Selbst unsere größte defensive Qualität, das Rückzugsverhalten, ließ uns im Stich. Beide Torsteher blieben unter ihren Möglichkeiten und die Mannen vor ihnen waren einfach nicht wach genug. Am Sonntag erwarten uns jetzt die Polizeisportler zum Topspiel erster gegen zweiter im Sportforum und wir müssen eine deutliche Leistungssteigerung zeigen um dort nicht vollends unter die Räder zu geraten. Passarge, Wieck, Eule, Gauglitz (2), Polchow, Keller (1), Sommerfeld (2),Kasten (6), Müller (8), Haase (2), Krause (7), Sturm, Strack |


