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Dank der beiden konzentrierten und engagierten Leistungen gegen Lira und die Fernsehelektroniker, die je mit doppeltem Punktgewinn belohnt wurden, waren wir in der komfortablen Lage nur noch zwei der letzten vier Spiele gewinnen zu müssen, um sicher einen der beiden Aufstiegsplätze zu ergattern.
Der erste Akt wurde am 1. Mai in der Kolonnenhalle gegen die Mitabsteiger von Turnsport ausgespielt. Diese konnten uns in der Hinrunde nach unterirdischer Deckungsarbeit zwei Punkte abnehmen. Dementsprechend auf Revanche bedacht gingen wir hoch motiviert in die Partie. Die Gäste hatten sich für uns etwas hübsches ausgedacht und agierten von Beginn hat mit einer ballorientierten vier-zwei Deckung. Folglich gerieten wir tatsächlich etwas ins schwimmen ob der bisher in der Saison ungewohnten Defensivkonstellation. So gelangen uns im ersten Spielabschnitt nur magere 9 Törchen. Demgegenüber stand aber wieder einmal unsere überragende Deckungsarbeit. Die Turnsportler kamen ihrerseits nur zu 7 eigenen Treffern. So begingen beide Teams auf Augenhöhe den zweiten Spielabschnitt, in dem wir uns weder absetzen, noch Turnsport wirklich aufholen konnte. Bis etwa 5 Minuten vor Schluss hielten die Gäste aus dem Wedding tapfer mit und liefen dem zwei Tore Rückstand hinterher, um dann völlig einzubrechen und letztlich, wenn auch in dieser Höhe nicht, verdient beim Endstand von 17:24 die Punkte an uns abzugeben. Neben unserer längst wieder verbandsligatauglíchen Deckung, die durch ihre mannschaftlich Geschlossenheit brilliert, ragten an diesem Tag unsere beiden Jungspunde auf den Außenpositionen heraus und erzielten beinah die Hälfte unserer Tore.
Demzufolge galt am vergangenen Mittwoch in der Geisbergstraße: Erster Matchball für Tempelhof. Der OSC wollte unbedingt noch eine dritte Partie in dieser Saison gegen uns spielen, was nach ihrem erfolgreichen Protest auch gelang. Wir hatten also Gelegenheit auswärts bei dem Team, das es uns am wenigsten gönnte, den Aufstieg einzutüten. Mehr Motivation geht nicht. Vielen Dank dafür an die Schöneberger Sportsfreunde. Bis auf Abwehrchef Sommerfeld konnten wir auf alle Kräfte zurückgreifen und gingen mit optimalem Kader, jede Position doppelt besetzt, in die Partie. Wie schon in den vergangenen drei Spiele zuvor, drückte unsere Deckung dem Spiel von Beginn an wieder den Stempel auf. Die Gastgeber verzweifelten schier an unseren Blocks und dem starken Brendenahl zwischen den Pfosten. Folglich setzten wir uns per erster Welle und großem Willen im Positionsangriff Tor um Tor ab. Im zweiten Abschnitt der ersten Hälfte jedoch fand der OSC zunehmend zu seinem Spiel und es gelang uns nur einen geringen Vorsprung mit in die Kabine zu nehmen. Dort von den Einpeitschern Strack und Albrecht noch einmal heiß gemacht, fackelten wir zu Beginn der zweiten Hälfte ein Feuerwerk ab. Die Gastgeber wurden jetzt völlig überrannt. Neun Tore betrug unser Vorsprung zwischenzeitlich. Was wir uns dann sicher vorwerfen lassen müssen ist, das Spiel zu früh gewonnen geglaubt zu haben. Zu viele, teils auch unsinnige, Wechsel und zunehmende Unkonzentriertheiten kamen den kampfstarken Schönebergern entgegen, die wiederum tatsächlich noch einmal ausgleichen konnten. Letztlich gelang es uns aber doch noch den Sack zu zumachen, den letzten direkten Freiwurf zu blocken und die Aufstiegsshirts überzustreifen.
Am vergangenen Samstag gegen den Tabellenletzten Tabellenvorletzten (Nachtrag vom Admin) vom TSC litten wir dann lange unter einem Motivationsproblem. Gepaart mit der.. Nennen wir es mal experimentellen Personaldecke hatte das ein 14:14 zur Halbzeit zur Folge (Ich bin an der Stelle gar nicht sicher ob es überhaupt irgendeinem Team diese Saison schon mal gelang 14 Tore im ersten Spielabschnitt gegen uns zu werfen). Wir waren nun keineswegs erpicht tatsächlich am vorletzten Spieltag vor voller Halle noch ein Heimspiel herzugeben und zogen das Tempo um ein bis zwei Gänge an. Unterm Strich: schwache Leistung, viele Fehler, zu wenig Einstellung, zu wenig echter Willen, 30:22 Heimsieg.
Nun stehen wir also nach der Woche der Wahrheit dort wo wir vorher standen, dort wo wir hinwollten, Platz 2, 5 Punkte vor den Charlottenburgern, bei denen wir am letzten Spieltag mit einem Unentschieden noch die goldene Annanas für die beste Deckung der Liga einsacken können. Danach lässt sich dann gelassen auf ein erfolgreiches Jahr für die Männerreserve zurückblicken und sondieren, wie und mit welchem Personal es weitergehen wird.
Bis dahin, ein feuchtfröhliches FinalFour!
Der Linksaußen von Linksunten
Edit by Admin: Ich hab mal den Doppelpost rausgenommen, Herr Linksaußen... Kann halt nicht jeder so talentiert sein, wie ein Rechtsaußen :>
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