| wA: nix für schwache Nerven |
| Geschrieben von: Carsten Vigansky |
| Sonntag, den 18. September 2011 um 22:00 Uhr |
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Nach dem Krimi der letzten Woche im Spiel beim VfL Tegel gastierte heute unser Angstgegner TSV Marienfelde zum 1. Heimspiel in der Kolonne. Unser Gegner war mit einem souveränen Sieg gegen Hermsdorf/Waidmannslust in die Saison gestartet. Wer gedacht hatte, daß das Spiel der letzten Woche an Spannung nicht mehr zu überbieten sei, mußte sich heute eines besseren belehren lassen. In der 1. Halbzeit war es ein "Auf und ab". Ganz schnell 0:3 in Rückstand. Nach einer Auszeit ein kurzes Aufflackern - Ausgleich zum 3:3 !!! Dann wieder eine zehnminütige Auszeit, was einen 3:7 Rückstand zur Folge hatte. Es folgte wieder eine gute Phase und wir gingen erstmalig mit 9:8 in Führung. Mit einem 9:9 wurden dann die Seiten gewechselt. Was dann in der 2. Halbzeit folgte, hätte der Altmeister der Spannung Alfred Hitchcock nicht besser inszenieren können. Nach einer kollektiv mentalen Auszeit liegen wir wieder mit 3 Toren zurück (11:14). Schaffen wieder den Anschluß und gleichen zügig zum 14:14 aus. Danach ein ständiges Hin und Her bis zum Zwischenstand von 18:18. 40 Sekunden vor Abpfiff kassieren wir das 18:19. Auszeit meinerseits - mit einer klaren Ansage was zu tun ist. Capitano Nina hält sich nicht an meine Ansage und gleicht mit einer tollen Einzelaktion zum 19:19 aus. WER DAS TOR MACHT HAT IMMER RECHT - Klasse Nina. Es sind noch 25 Sekunden zu spielen und Marienfelde hat noch einen letzten Angriff. Dankenswerterweise werfen die Damen den Ball relativ zeitig in Richtung Miri, die diesen souverän pariert. Noch 10 Sekunden !!! Ein geordneter Angriff ist leider nicht mehr möglich. Also den Ball nach vorne und auf ein Wunder hoffen. An der 9m-Linie werden wir mit einen Foul gestoppt - Abpfiff ! Aber wir haben ja noch einen Freiwurf. Nina schnappt sich die Pille und zirkelt den Ball über die verdutzte Abwehrmauer in den Torwinkel. Schluß und 20:19 gewonnen. Ich kurz vor einem Herzkasper und mit einigen grauen Haaren mehr kann nur staunen. Es flossen einige Freudentränen und der Fluch "TSV Marienfelde" konnte endlich ad acta gelegt werden. DANKE MÄDELS - das war wirklich sehenswert. Und noch eins am Rande: ich bin seit meinem 18. Lebensjahr als Trainer tätig, habe schon viel erlebt und so gut wie in allen Altersklassen gearbeitet. Ich kann mich aber nicht daran erinnern, daß ich mal eine Truppe mit solch einem Kämpferherzen gecoacht habe - das ist wirklich aussergewöhnlich !!! Carsten Vigansky  |

